Dies ist nach gegenwärtigen Kenntnissen die häufigste Form von Mobbing, die nicht zuletzt auch riesige volkswirtschaftliche Schäden verursacht!

Nach Heinz Leymann mit seinen umfangreichen Forschungen auf dem Gebiet des Arbeitsplatz-Mobbing haben zahlreiche andere Autoren das Thema angepackt. Man ist sich im Wesentlichen einig, dass das Arbeitsklima und die individuelle Zufriedenheit massgebend die Leistung und die Kontinuität in Betrieben und Organisationen aller Art positiv oder negativ beeinflusst. Unternehmen, die das Thema Mobbing vernachlässigen oder durch grossen Leistungsdruck fördern, haben bedeutend mehr Ausfälle durch Kündigungen, physische und psychische Erkrankungen. Vor allem Letzteres sorgt dafür, dass eine grosse Anzahl von Menschen, die wertvolle Arbeitskräfte sein könnten, arbeitsunfähig werden und schwer oder gar nicht mehr im Erwerbsleben Fuss fassen können. Ausserdem wird in Betrieben mit schlechter Umgangskultur auch mehr gestohlen, da die Arbeitnehmer wesentlich weniger Gefühle der Mitverantwortung für ihr Unternehmen entwickeln als in einer Atmosphäre, wo sie Wertschätzung fühlen.

Bei leichteren bis mittelschweren Fällen von Mobbing ist es wichtig, möglichst früh das Gespräch zu suchen, um Schlimmeres zu verhindern. Zum Beispiel sind manche Mobber in Chef-Positionen nicht einmal bewusst „böse“, aber im Grunde überfordert mit ihrer Führungsaufgabe. Zu Narzissmus und Egozentrik neigend, haben sie ein mangelndes Verständnis für die Wirkung ihres Verhaltens. Im Gespräch mit Vorgesetzten, Mitarbeitern, Betriebsleitern usw. empfiehlt es sich, die eigenen Anliegen in Form von Ich-Botschaften (Schulz von Thun) zu äussern und zu erklären, welche Umstände als belastend empfunden und geändert werden sollten. Hilft dies nicht, so empfiehlt sich meistens doch, sich einen neuen Arbeitsplatz mit besseren Bedingungen zu suchen.


Kommentare

Arbeitsplatz-Mobbing — 1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.